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Ein herbstlicher Rundgang durch Freiberg

Lesedauer:

2–3 Minuten

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Wer hier schon länger liest, weiß, dass die sächsische Stadt Freiberg meine zweite Heimat ist. Auch wenn meine Großeltern schon lange verstorben sind, zieht es mich immer wieder zurück in diese schöne Bergbaustadt, nun auch im Rahmen meiner Zusatzausbildung.

Als Kind bin ich unzählige Male mit meinem Opa durch die Straßen und Gassen spaziert, habe mit ihm zusammen auf dem Wochenmarkt eingekauft oder in der Buchhandlung „Glück auf“ gestöbert. Wir waren mehrfach zusammen im Stadt- und Bergbaumuseum sowie in der Mineralienschau und und haben den Freiberger Dom besucht.

Eine Auswahl an Sehenswürdigkeiten

Das 1861 vom Freiberger Altertumsverein gegründete Stadt- und Bergbaumuseum zählt zu den ältesten bürgerlichen Museen Sachsens und präsentiert heute seine hochkarätigen Sammlungen im schönsten spätgotischen Profanbau der Stadt Freiberg, dem ehemaligen Domherrenhof.

Im historischen Ambiente des Schlosses Freudenstein findet sich die Mineralienschau „terra mineralia“ mit über 3.500 Minerale, Edelsteine und Meteoriten von fünf Kontinenten.

Das Renaissanceschloss Freudenstein wurde im 16. Jahrhundert auf den Mauern einer Burganlage aus dem 12. Jahrhundert zum Schutz der Stadt Freiberg und des Silberbergbaus errichtet. 1762 wurde die Inneneinrichtung des Schlosses im Rahmen des Siebenjährigen Krieges vollständig zerstört. Mit der Besitzübernahme durch den Militärfiskus im Jahre 1784 begann ein großer Umbau des Schlosses zum Magazin. Die Renaissancefenster wurden durch kleinformatige Speicherfenster ersetzt. Im Inneren erfolgte der Einbau von einfachen niedrigen Speichergeschossen. 

Der Dom St. Marien ist eine evangelisch-lutherische Kirche am Untermarkt. Er ist eines der am reichsten ausgestatteten Gotteshäuser Sachsens und enthält mit der Goldenen Pforte, der Tulpenkanzel, den Orgeln Gottfried Silbermanns und dem zur Begräbnisstätte der Albertiner umgestalteten Chor bedeutende Kunstwerke.

Freiberger Stadtmauer

Die ursprünglich 2,7 Kilometer lange Freiberger Stadtmauer wurde mit Lehm bzw. mit Kalk aufgeführt und hatte eine Höhe von 6 bis 10 Meter. Fünf Tore ermöglichten den Zugang zur Stadt. Sie wurden im 19. Jahrhundert abgebrochen, ebenso große Teile der Mauer. Ursprünglich gab es 39 Stadtmauertürme, von denen sich 9 vollständig oder rudimentär erhalten haben. Der 1455 vollendete Donatsturm stellt ein besonderes Zeugnis dieser ehemaligen Stadtbefestigung dar.

Einige Gebäude der Stadtmauer wurden direkt an die Mauer gesetzt oder nutzten Teile der Befestigung als Rückwand. Andere waren spezielle Wiekhäuser, auch Wighäuser oder Wachhäuser genannt. Das waren kleine, aus der Mauerflucht hervortretende Gebäude, die der Beobachtung und Verteidigung dienten.

Der Silberweg durch die Altstadt

Auf dem Rundgang durch Freiberg trifft man auf verschiedene überlebensgroße Silberfiguren, die von verschiedenen Künstlern geschaffen wurde sind. Sie weisen den Silberweg durch Freibergs mittelalterliche Altstadt.

Zu entdecken ist zum Beispiel die sitzende Figur des Alexander von Humboldt. Er studierte von 1791 bis 1792 an der Bergakademie in Freiberg und beschäftigte sich hier mit Geologie, Mineralogie, Bergbau und technische Verfahren. Die Ausbildung in Freiberg war für seine spätere wissenschaftliche Laufbahn von großer Bedeutung.

Eine weitere Figur stellt Anna von Sachsen (1532-1585) dar, die Ehefrau des sächsischen Kurfürsten August. Sie starb 1585 in Dresden an der pest und wurde in der wettinischen Begräbniskapelle des Freiberger Doms beigesetzt.

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