frau 85 mm
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Monatsrückblick September

Lesedauer:

3–5 Minuten

/ Veröffentlicht am:

Der Monat September neigt sich dem Ende. Hier und da wird sichtbar, dass der Herbst Einzug gehalten hat. Ich kann kaum glauben, dass das Jahr noch genau drei Monate für uns übrig lässt.

Der September war wettertechnisch eher durchwachsen. Für die Natur war der Regen aber ein Segen, denn so manche Pflanze konnte noch einmal durchstarten. Ich merke, bei fallenden Temperaturen werde auch ich aktiver, das muss wohl am Alter liegen ;-).

Im September bin ich mit meinem Mann an einem Sonntag durch Torgau gebummelt, habe wieder einmal in Dessau vorbeigeschaut und den Stadtteil Kaßberg in Chemnitz sowie den Friedhof St. Nikolai kennengelernt.

Ich war außerdem in meiner zweiten Heimat Freiberg. Ich bin durch die Gassen und Geschäfte geschlendert und habe den Aufenthalt sehr genossen. Leider hatte ich meine Kamera nicht dabei, da ich aus beruflichen Gründen in der Stadt weilte.

Im August hatte ich auf der Insel Usedom an einem Keramik-Workshop von Franziska M. Koellner teilgenommen. Im September haben wir Teilnehmer uns nun zum Brennen unserer gewerkelten Teile getroffen. Es war ein tolles Erlebnis.

Vor einigen Tagen habe ich meine Webseite umbenannt und die Website-Adresse geändert. Es fühlt sich so für mich stimmiger an.

Auf den nächsten Monat freue ich mich schon sehr. Familiäre Ereignisse werfen ihre Schatten voraus. Und ich hoffe natürlich auch auf einen goldenen Oktober.

Ohne Frieden ist alles nichts

„Der Frieden ist nicht alles, aber alles ist ohne den Frieden nichts.“

Willy Brandt

Man hört derzeit nur wenig über Frieden und Friedensverhandlungen in Deutschland. Für ein Land, dessen Motto ursprünglich einmal „Nie wieder Krieg“ lautete, ist das ein Armutszeugnis. Die damalige Korrespondentin aus der ehemaligen Sowjetunion Gabriele Krone-Schmalz setzt sich schon seit Jahren für eine friedliche Beziehung mit Russland ein. Sie betont dabei, dass man Ereignisse auf der Welt nicht eindimensional betrachten kann.

Das Gefährliche beginnt selten mit dem großen Unrecht. Es beginnt damit, dass das kleine Unrecht niemanden mehr überrascht.

Sylvia Kling

Buchkritik

Die (positive) Rezession von Büchern auf einschlägigen Webseiten scheint in Mode zu sein. Und natürlich sind sich alle einig, wenn es um die Bewertung der Bücher geht.

Ich habe mir den Roman „Die Nachricht“ von Doris Knecht als Hörbuch besorgt. Hörbücher vertreiben mir die Zeit auf Autobahnen oder in den Staus der Leipziger Innenstadt, die vor allem durch die Reduzierung von Fahrspuren herrühren.

Die Einleitung des Buches klang interessant, eine gewisse Brigitte Sommer (Pressestimme?) meinte gar, „Die Nachricht“ sei nervenzerfetzend wie ein Psychothriller. 49% der Leser auf Amazon gaben 5 Sterne.

Ich gehöre zu den 5%, die nur 2 Sterne vergeben würden. Die zwei Sterne stehen für die Idee des Buches und die bildhafte Sprache. Die Hauptfigur und Ich-Erzählerin Ruth wurde mir aber im Laufe der Geschichte immer unsympathischer. Auch fragte ich mich, wie der Verfasser der anonymen Hetz-Nachrichten wohl all die Email-Adressen und Telefonnummern für die Messenger Nachrichten der Menschen in Ruth’s Umgebung herausbekommen haben kann. Darüberhinaus gehört es offensichtlich heutzutage für eine erfolgreiche Autorin dazu, feministisch zu schreiben und die gängigen Narrative wie den Klimawandel zu bedienen.

Natürlich gibt es einen sexuell übergriffigen Mann im Buch (mal abgesehen vom Kindesvater der Stiefenkelin, der aber im Nebel bleibt) und das ist der offensichtlich deutschstämmige Alkoholiker in einer Bar. Dort führt sich dann die Ich-Erzählerin des Romans auch auf, als wäre es ihr eigenes Lokal. Die Protagonistin, die dann aber auch gern mal selbst alkoholtechnisch über die Stränge schlägt, scheint sich grundsätzlich in so einigen Dingen den anderen intellektuell und moralisch überlegen zu fühlen. Aber sie steht ja auch für den Feminismus und die MeToo-Bwegung.

In der Mitte des Buches wird klar, wer der Verfasser der Nachrichten ist, auch wenn die Autorin versucht, die Aufmerksamkeit noch einmal in eine andere Richtung zu lenken. Der Ich-Erzählerin scheint allerdings in diesem Teil des Romans ihr Intellekt und feministisches Gespür abhanden gekommen zu sein.

Und wie kann es anders sein, „schwurbelt“ der Täter, der für sein Stalking nicht zur Rechenschaft gezogen wird, am Ende des Romans auf Podiumsgesprächen über die Coronazeit und ihre Folgen für Kinder. Er kann natürlich nur aus diesen Kreisen stammen.

Es scheint, dass das Lektorat nicht sauber gearbeitet hat, denn fast wortgleiche Wiederholung von Aussagen nach nur wenigen Sätzen stören nachhaltig. Irgendwo habe ich gelesen, dass diese Wiederholungen ein Stilmittel sein sollen. Mich lässt diese Begründung (wie auch das Buch) ein wenig ratlos zurück.

Das Beste am Feminismus bleibt seine zweifellos geburtendämpfende Wirkung.

Peter Rudl

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Schafe

Kommentare

Ein Kommentar zu „Monatsrückblick September“

  1. Avatar von Hannelore

    Guten Morgen Lotta,
    dein Eingangsfoto sieht sehr gut aus, der Sonnenhut leuchtet richtig.
    Der September ist ja noch sehr schön geworden. Mir vergeht die Zeit auch viel zu schnell, so Älter man wird, so schneller vergeht die Zeit, obwohl ein Tag immer noch 24 Stunden lang ist 😀.
    Von diesem Buch habe ich noch nie etwas gehört oder gelesen.
    Das hört (liest)sich nach einem großen anstehenden Fest an, ich denke da spontan an eine Hochzeit oder an einen runden Geburtstag.
    Aufjedenfall wünsche ich dir einen schönen Oktober.
    Viele Grüße
    Hannelore

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